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Der Ablauf einer Pflegebegutachtung

Nachdem Sie einen Antrag auf Einstufung in einen Pflegegrad bei der Pflegekasse eingereicht haben, leitet diese Ihre Unterlagen an den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) weiter. Letzterer wird sich daraufhin zeitnah mit Ihnen in Verbindung setzen und einen Begutachtungstermin vereinbaren. Dadurch soll festgestellt werden, wie genau Ihre Pflegebedürftigkeit oder die eines Angehörigen ausfällt.

Der Gutachter ist ein speziell ausgebildeter Pfleger, der sich ein Bild von Ihrer Situation verschafft. Er unterhält sich mit Ihnen, stellt Fragen über Ihren Alltag und schaut, wie selbstständig Sie gewisse Dinge erledigen können. Im Vorfeld sollten Sie sich auf jeden Fall auf den Besuch des Gutachters vorbereiten. Halten Sie alle notwendigen Formulare bereit, die von Relevanz sein können, und dokumentieren Sie zum Beispiel über einen längeren Zeitraum Ihren Alltag in einem Pflegetagebuch. Sie sollten dem Gutachter gegenüber unbedingt ehrlich sein und Ihre Situation nicht beschönigen oder wichtige Details verschleiern. Nur so kann dieser sich ein realitätsnahes Bild von Ihrer Lage verschaffen. Ebenfalls ist es von Vorteil, wenn während des Gutachtens eine weitere Person, wie ein pflegender Angehöriger, anwesend ist.

Die Kriterien, nach denen der Pflegegrad festgelegt wird

Seit dem 1. Januar 2017 gilt das Neue Begutachtungsassessment (NBA), mit dem der genaue Pflegegrad eingegrenzt wird. Der Gutachter beurteilt während seines Besuchs sechs unterschiedliche Module:

  • Mobilität
  • kommunikative und kognitive Fähigkeiten
  • psychische Problemlagen und Verhaltensweisen
  • Selbstversorgung
  • Umgang mit therapie- und krankheitsbedingten Anforderungen
  • Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

Für die Beurteilung dieser Bereiche wird eine Bewertungsskala herangezogen. In dieser wird jeweils festgehalten, wie selbstständig eine bestimmte Handlung noch durchgeführt werden kann. Dabei werden Punkte vergeben, die Gesamtzahl dieser entspricht dann einem der fünf neuen Pflegegrade.

Während des Besuchs kann der Gutachter ebenfalls Empfehlungen aussprechen, beispielsweise zu Rehabilitationsmaßnahmen oder bezüglich des Einsatzes von Hilfsmitteln. Zudem können eventuelle Anpassungen an Ihren Wohnräumen besprochen werden, etwa Umbaumaßnahmen für ein barrierefreies Bad. Gerne steht Ihnen Pflegekomfort für den Umbau einer Wanne zur Dusche zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns und lassen Sie sich bezüglich der Möglichkeiten von uns beraten.