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Altersgerechter Wohnraum – die Situation in Deutschland

Der demografische Wandel bringt vielerlei Herausforderungen für die Immobilienbranche und Hausbesitzer mit sich. Seit 2000 hat die durchschnittliche Lebenserwartung um drei Jahre zugenommen und liegt mittlerweile bei 81 Jahren. Bis 2030 werden Schätzungen zufolge rund 33 Prozent mehr Menschen als heute, über 65 Jahre alt sein. Diese Veränderungen bringen mit sich, dass entsprechender Wohnraum wichtiger wird denn je. In Deutschland stehen aktuell etwa 700.000 barrierefreie Wohnungen zur Verfügung. Gemäß der genannten Zahlen werden bis 2030 jedoch 2,9 Millionen Wohneinheiten benötigt.

Für die Immobilienbranche stellt dieser Sachverhalt eine komplizierte Konstellation dar. Groß angelegte Renovierungsarbeiten an bestehenden Objekten wären zwar möglich, würden jedoch im selben Zug steigende Mieten mit sich bringen. Doch gerade im Alter ist es wichtig, dass der Wohnraum bezahlbar bleibt. Eine stärkere Zusammenarbeit von Politik, der Immobilienbranche sowie der Pflegeversicherung sei in diesem Zusammenhang unvermeidlich, sind sich Experten einig.

Eine Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2015 im Auftrag des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) kam zu dem Ergebnis, dass der Großteil der unter 60-Jährigen in Deutschland im Alter in den eigenen vier Wänden leben möchte. Die Hälfte der Befragten sieht sich hierbei im eigenen Haus, während 16 Prozent der Befragten mit dem Leben in einer Mietwohnung rechnen. Lediglich neun Prozent würden im Alter in ein Seniorenheim ziehen wollen. Bei einer altersgerechten Wohnanlage liegt der Anteil sogar nur bei sieben Prozent.

So sollte barrierefreier Wohnraum gestaltet sein

Damit eine Wohnung oder ein Haus barrierefrei und somit altersgerecht ist, sollten bereits beim Bau Barrieren und Hürden so gering wie möglich eingebaut werden. Breite und ebenerdige Durchgänge, bodengleiche Duschen, Haltegriffe in wichtigen Räumen wie dem Badezimmer sowie Aufzüge in den Gebäuden sind nur einige Aspekte.

Der Lebensmittelpunkt wird im Alter zunehmend kleiner. Aus diesem Grund sollten grundlegende Infrastrukturen nah und fußläufig, ebenfalls barrierefrei erreichbar sein. Dazu zählen beispielsweise Einkaufsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe.

Durch Zuschüsse von der Pflegekasse können Umbauarbeiten am Eigenheim, aber auch in der Mietwohnung, mitunter kostengünstig realisiert werden. In unserem Preisbeispiel erfahren Sie, wie die Kosten für den Umbau einer Wanne zur Dusche konkret aussehen können. Kontaktieren Sie uns bei weiteren Fragen rund um barrierefreies Wohnen. Das Team von Pflegekomfort steht Ihnen gerne zur Verfügung.